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Teilnehmer
des Podiumgesprächs: Meinhard
Tenné Dr.
Paul Köppler Prof.
Urs Baumann Dr.
Nadeem Elyas Christopher
Sprung Johannes
Frühbauer Dr.
Andreas Rössler
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Für einen Dialog
der Kulturen Weimarer
Erklärung der Religionen
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Seit
1996 hat der Interkulturelle Rat in Deutschland dazu aufgerufen,
anlässlich des Tages der Deutschen Einheit Veranstaltungen mit interreligiösen
Begegnungen durchzuführen.
· Als Folge der verheerenden Anschläge gegen die USA wird mancherorts die Angst vor dem Islam gezielt geschürt. Es wird vom "Kampf der Kulturen" gesprochen statt Dialoge für Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander zu stärken. · Auch in Deutschland ist das Konfliktpotential vorhanden: Anschläge auf Moscheen, Entweihung jüdischer Friedhöfe, rechtsradikale Angriffe auf "Fremde", Verherrlichung von Gewalt sind ein Angriff auf die Menschenwürde und die Achtung religiöser Überzeugungen, die unser Grundgesetz schützt. Die vielfältigen positiven Initiativen treten zu wenig ins Bewusstsein. Die Vereinten Nationen wollen die Kulturen und Religionen mit ihrer Vielfalt und lebensschöpferischen Kraft in einen umfassenden Dialog miteinander bringen. Sie unterstreichen damit die Anliegen, die der Interkulturelle Rat in Deutschland seit Jahren verfolgt. Alle Menschen guten Willens - und besonders die Religionsgemeinschaften - rufen wir deshalb auf: · Lasst euch von Terroristen nicht instrumentalisieren. Wirklich religiöse Menschen lehnen Gewalttaten ab und sind keine Fanatiker. ·
Nehmt ernst, was unsere Religionen gebieten und was Grundgesetz und Menschenrechte
fordern: Schützt den Fremden! ·
Entdeckt den Reichtum der Kulturen, die inzwischen bei uns zu Hause sind:
in Musik und Tanz, in Essen und Erzählen, in Festen und Feiern, in
religiösen Symbolen und Überzeugungen. ·
Lasst euch von auftretenden Konflikten nicht entmutigen, die Begegnungen
fortzusetzen. Am Tag der
Deutschen Einheit feiern wir die Ablösung eines staatlichen Systems,
das einen offenen Dialog von seiner Doktrin her lange behindert hat. Die
Muslime in Deutschland bieten am 3. Oktober einen "Tag der offenen
Moschee" an, der in diesem Jahr unter dem Motto "Muslime - Partner
gegen Rassismus" steht und damit Anregungen des Internationalen Jahres
gegen Rassismus 2001 aufgreift. Wir regen dazu an, die Türen allseits
zu öffnen und der Begegnung, dem Dialog und der Zusammenarbeit neue
Räume zu geben.
Dr. Michel
Friedman, Prof. Dr.
Johannes Lähnemann, Dr. Jürgen
Micksch, Turgut Öker,
Barbara
Rudolph, Christopher
Sprung, Dr. Alfred
Weil,
Herausgegeben
vom Interkulturellen Rat in Deutschland, Riedstraße 2, 64295 Darmstadt
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